Masterplan

Hier kann der Masterplan, der nach der vor ort ideenwerkstatt in Reinsberg erstellt wurde, eingesehen werden. Wenn Sie ein digitales Exemplar herunterladen möchten, dann schicken Sie bitte ein E-Mail an office@nonconform.at.

 

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MEHR Leben für das Reinsberger Dorfzentrum - eine räumliche Vision 2030

 

Die Gemeinde Reinsberg besitzt große Entwicklungspotenziale inmitten des Dorfzentrums. Mit dem Ankauf der ehemaligen Tischlerei Daurer durch die Gemeinde hat sich nun die einmalige Möglichkeit ergeben, über die Zukunft des gesamten Ortszentrums nachzudenken und eine ganzheitliche Perspektive für die nächsten Jahrzehnte zu finden. Welche Nutzungen sollen wo hinkommen? Was soll verändert, umgebaut oder neu gebaut werden? Was sind die Bedürfnisse und Wünsche der Reinsbergerinnen und Reinsberger für ihr Dorfzentrum? Im Rahmen einer dreitägigen vor ort ideenwerkstatt einem offenen partizipativen Denkprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern, die Ende Juni 2013 stattgefunden hat, wurde über die bestehenden Grundstücksgrenzen hinaus gedacht..

 Ein „starkes“ Ortszentrum ist der Basis für ein vitales Leben in einer Gemeinde. Für Reinsberg bedeutet das, möglichst viele langfristige Nutzungen in das Dorfzentrum zu bringen um dadurch Impulse zu setzen und das Zentrum zu beleben. Der Ortskern von Reinsberg hat zahlreiche dorfraumprägenden Gebäude, die in Ihrer Qualität und Situierung identitätsstiftend sind. Gleichzeitig gibt es räumliche Entwicklungspotentiale, die die Kraft besitzen, für zeitgemäße Impulse zu sorgen.

 

Die vielen unterschiedlichen Nutzungswünsche, die im Rahmen der vor ort ideenwerkstatt von der Bevölkerung für die Zukunft des Dorfzentrums geäußert wurden, konnten nach eingehender Diskussion, vielen Abstimmungsgesprächen mit Eigentümerinnen und Eigentümern von Immobilien bzw. Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen sowie den politisch Verantwortlichen folgend räumlich angeordnet werden:

 

MEHR Wohnen im Zentrum:

 

Einerseits soll das Wohnangebot direkt am Dorfplatz ausgebaut werden. Das Gebäude, wo derzeit Gemeindeamt und Kindergarten untergebracht sind, soll zu einem Wohngebäude mit multifunktioneller Erdgeschoßnutzung werden. Im Erdgeschoss können weiterhin die Bank oder ein kleines Geschäft sowie ein Sozialraum für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner bzw. eine Arztpraxis untergebracht werden. Im hinteren Teil des Erdgeschosses, im derzeitigen Gemeindesaal sowie im Obergeschoss bzw. Dachgeschoss gibt es ein Raumangebot für mind. sechs Wohnungen unterschiedlicher Größenordnung (von 50-110m2). Darüber hinaus soll die Baulandentwicklung im Zentrum forciert werden, die dafür notwendigen Flächen sind durchaus vorhanden. Es geht darum, dem zentrumsnahen Wohnen einer weiteren Aufschließung am Ortsrand auf der grünen Wiese den Vorzug zu geben.

 

MEHR Kultur im Zentrum:

 

Das derzeitige Musikvereinshaus ist in einem schlechten baulichen Zustand. Für die Zukunft ist angedacht, dass am selben Ort ein multifunktionelles Kulturzentrum errichtet werden soll. Das Kernstück bildet dabei ein großzügiger neutraler Veranstaltungsraum, der viele unterschiedliche Bespielungsarten ermöglicht. Von Theater- und Musikveranstaltungen über Kongresse und Tagungen bis zu Hochzeiten und anderen Festen soll der neue Raum aufnehmen können – und das für ein Platzangebot bis zu 300 Personen. Das Kulturzentrum ist unmittelbar an den Dorfplatz angebunden, der komplett neu gestaltet werden soll. Die derzeitigen unterschiedlichen Flächen (Wiese, Weg, Betonmauer, Stufen, Zaun) sollen zu einer gemeinsamen Gestaltung zusammengeführt werden. Ziel ist „grüner KulturDorfPlatz, vielleicht sogar eine „KulturDorfWiese“, denn Dorfplätze gibt es viele, aber eine grüne Dorfwiese als zentraler Treffpunkt haben nur wenige. Wie das im Detail aussehen soll wird Gegenstand eines Architektenwettbewerbes unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger sein.

 

MEHR Wirtschaft im Zentrum:

 

Vom Pfarrzentrum bis zum Daurer-Areal soll ein nachhaltiger, wirtschaftlicher Impuls für den gesamten Ort Reinsberg ausgehen. Das Pfarrzentrum bleibt in seiner Form erhalten, der Pfarrsaal bekommt aber in Zukunft zusätzlich – zu der bisherigen Vielnutzung - auch die Funktion als Gemeinderatssitzungssaals. Als Verbindungsglied zum ehem. Daurer-Areal soll direkt an den Pfarrsaal das neue Gemeindeamt mit Bürgerservice anschliessen. Im Obergeschoss soll ein Gemeinschaftsbüro für Jungunternehmern bzw. Selbstständig Tätige (ein so genannter Co-Working Space) entstehen. Direkt an diese Nutzung anschliessend, am ehem. Daurer-Areal entsteht ein multifunktioneller Gebäudekomplex mit Nahversorger und Cafe, der Lebenshilfe inklusive Tischlerwerkstätte und einem kleinen Sägewerk, dem neuen Kindergarten mit großzügigem Kinderspielplatz (der auch an schulfreien Tagen für alle Kinder im Dorf genützt werden kann und an den KulturDorfplatz anschliesst) sowie über dem Kindergarten sind der Musikproberaum und der Chorproberaum angebracht. Die einzelnen Räume sind um einen Innenhof gruppiert und im Unterschoss kann geparkt werden. Insgesamt entstehen rund 30 Parkplätze, vor allem für die Personen, die in den neuen Räumlichkeiten in Zukunft arbeiten werden. Durch die topographisch anspruchsvolle Situierung ist in der konkreten Umsetzung genau auf die behindertengerechte Erschliessung zu achten. Wie das neue Gebäude im Detail aussehen soll wird Gegenstand eines Architektenwettbewerbes unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger sein.

 

Weitere Nutzungen:

 

Im bestehenden Gruberhaus soll die Sakristei und der Verabschiedungsraum der Pfarre untergebracht werden.

 

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